Schloss Kartlow in Mecklenburg Vorpommern

Das Schloss/ Schloss Kartlow

SchlossBereits 1245 wurde ein festes Haus urkundlich erwähnt, jedoch wurde die Burg im Dreißigjährigen Krieg komplett zerstört. Die Ruine mit der Parkanlage ist noch in alten Matrikelkarten von den Schweden zu erkennen. Bis ins 19. Jahrhundert bewohnte die Adelsfamilie von Heyden ein größeres Wohnhaus östlich von der Ruine.

Dann wurde beschlossen die Ruine und das Wohnhaus abzureißen um ein neues Herrenhaus zu erbauen. Da Herr Woldemar von Heyden zu der Zeit viel Exporthandel mit Großbritannien betrieb, sollte die gesamte Anlage nach englischen Vorbild angelegt werden. Das Herrenhaus wurde nach Plänen von Friedrich Hitzig und der Park nach Plänen von Lennés entworfen und gestaltet. 1856 wurde es fertig gestellt.

Bis zum Ende des zweiten Weltkrieges blieb die Anlage im Besitz der Familie Heyden. Von großen Schäden verschont geblieben, stellte es anfangs ein Erholungsort für die Sowjetarmee und wurde dann ein Flüchtlingszentrum.

Mit der Bodenreform wurde es Gemeindeeigentum. Diese nutzte es in den Jahren neben Schule und Kita auch als Konsum und Gemeindebüro. Die Nebengebäude diente der LPG als Stallungen für Rinder und Schweine.

Mit der Wende 1990 versuchten Investoren daraus ein Hotel mit Ferienwohnungen einzurichten, jedoch war kaum Nachfrage.

Mittlerweile, nach erneuten Eigentümerwechsel, ist hier ein privates Wohnhaus als Mittelpunkt eines Gestütes entstanden.